Donnerstag, 20. Juni 2013

Gesundheit!

In meinem letzten Post habe ich euch einen kleinen Einblick gegeben, wie kompliziert doch die Auswahl der richtigen Ausrüstungsgegenstände sein kann. Natürlich werde ich euch noch andere Artikel vorstellen, heute aber möchte ich euch von einem anderen wichtigen Thema in der Vorbereitungsphase berichten: die gesundheitliche Vorbereitung auf einen Langzeit-Auslandsaufenthalt.

Ganz grundlegend kann man hierzu sagen, dass es nicht schaden kann, vor einer langen Reise seine Fitness zu verbessern, um sich auf die ungewohnten körperlichen Belastungen durch Hitze, lange Wanderungen, usw. vorzubereiten. Für mich bedeutet dies, dass ich angefangen habe, regelmäßig zu joggen - und voller Stolz kann ich berichten, vor einer Woche beim JP Morgan Lauf in Frankfurt angetreten (und nicht letzte geworden) zu sein :-)

Darüber hinaus ganz wichtig: Frühzeitig einen Termin beim Hausarzt vereinbaren und den Impfschutz überprüfen lassen. Obwohl wir eigentlich einen ganz guten Standardimpfschutz hatten, kamen zahlreiche Impfungen neu hinzu:
  • Japanische Encephalitis
  • Meningitis
  • Typhus
  • Cholera
  • Tollwut
Natürlich folgt jede Impfung einem eigenen Rhythmus, in dem die einzelnen Impfdosen verabreicht werden müssen. In den letzten Wochen waren wir also geradezu Stammgäste bei unserem Hausarzt :-) Dennoch war es uns wichtig, uns so weit wie möglich schon im Vorhinein vor Krankheiten zu schützen, die ernste bis hin zu tödlichen Folgen haben können, gerade weil wir auch einige Länder bereisen wollen, in denen man Krankenhäuser lieber nur von außen betrachtet (sofern es denn überhaupt welche gibt).

Dazu haben wir uns lange mit dem Thema Malariaprophylaxe beschäftigt. Für Asien reicht uns ein Standby-Medikament (Malarone), doch in Afrika ist das Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, nochmal um einiges höher. Schnell war klar, dass wir nur zwischen zwei Alternativen wählen können:
  • Lariam: der Klassiker. In letzter Zeit in Verruf geraten ,weil es Depressionen und andere psychische Störungen auslösen kann, aber dennoch in Deutschland weiterhin das empfohlene Mittel zur Malariaprophylaxe im südlichen Afrika. 
  • Doxycyclin: in Deutschland gar nicht als Malariaprophylaxe explizit zugelassen,  in anderen Ländern hingegen schon häufig genau zu diesem Zweck eingesetzt. Hier sind die wesentlichen Nachteile eine teilweise deutlich erhöhte Sonnenempfindlichkeit und eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Pilzinfektionen. 
Nach langem Hin und Her haben wir nun einige Packungen Lariam bei uns rumliegen. Ich werde euch berichten, wie es uns damit ergeht :-) Darüber hinaus haben wir noch einmal alle üblichen Vorsorgeuntersuchungen absolviert. Nun steht uns noch eine tauchmedizinische Untersuchung bevor (wir wollen auf der Reise tauchen lernen), aber dann kann es theoretisch losgehen!

Einen schönen Abend wünscht euch,

eure Kathrin

NACHTRAG: Von einer lieben Leserin wurde ich gefragt, warum Malarone keine Option für Afrika sei. Gerne kann ich das an dieser Stelle noch kurz erklären :-)
Der Hauptgrund dafür ist, dass wir Malarone als Standby-Medikament für Südostasien nutzen wollen. Wenn man auf der Reise aber - so wie wir - ein Medikament eine zeitlang zur Malariaprophylaxe einnehmen wird, darf man nicht dasselbe Medikament anschließend für Notfälle verwenden. Es war also klar, dass wir zwei unterschiedliche Malariamittel mitnehmen müssen.
Und nachdem Malarone a) verhältnismäßig teuer und b) momentan nur für Reisen bis maximal 28 Tage zugelassen ist, war klar, dass es für Afrika eigentlich nicht in Frage kommt. Aus diesem Grund haben wir uns also für Lariam für Afrika und Malarone für Südostasien entschieden :-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen