Sonntag, 28. Juli 2013

Minimize your life!

Kaum zu glauben aber wahr: heute in fünf Wochen steigen wir in den Flieger nach Kapstadt!

Ungünstigerweise bedeutet das aber auch, dass wir in wenig mehr als vier Wochen all unser Hab und Gut in Kisten verpackt haben müssen, um es ein ganzes Jahr im Keller meiner Schwiegermutter einlagern zu können.

Schaut euch am besten selbst einmal in eurer Wohnung um: all die großen und kleinen Gegenstände, die ihr jetzt gerade seht, machen eure Wohnung erst zu dem, was es nur für euch ist: euer Zuhause.

Wirklich? :-)

Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir längst nicht alles, was so in unseren Buden rumsteht! Ein paar Beispiele aus unserem Leben: hunderte alter CDs, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben, die wir aber schon lange nicht mehr angehört haben (zumindest nicht seitdem wir hier wohnen, also in den letzten beiden Jahren), ein ordentlicher Teil des Papierkrams unseres gesamten Erwachsenenlebens, jede Menge Krimskrams, dessen Ursprung uns in vielen Fällen gar nicht mehr bekannt ist.

Sicher, solange die Sachen einfach nur in der Wohnung herumstehen, stören sie nicht groß (man muss schlimmstenfalls darum herumputzen). Wenn man sich aber an die unverstellbar nervige Aufgabe macht, sein gesamtes Leben für ein Jahr in Kisten zu verpacken, dann sollte man sich, ja muss man sich fast fragen: brauche ich all diese Sachen wirklich?

Und so kommt es, dass wir schon seit Wochen dabei sind, unsere Wohnung gründlich auszumisten. Die alten CDs haben wir allesamt auf Festplatte kopiert (bis auf die wenigen Exemplare, die wir tatsächlich behalten wollten, weil sie zum Beispiel ein Geschenk von einer lieben Person waren). Der Papierkram wurde gnadenlos aussortiert - Unterlagen, von denen wir uns dennoch nicht ganz trennen wollten, haben wir großteils eingescannt. Und und und.

Und soll ich euch was sagen? Mit jeder CD, die im Müll landet, mit jedem Blatt Papier, das wir entsorgen, fühle ich mich ein kleines bisschen freier und unabhängiger :-) In diesem Sinne kann ich jedem nur raten (egal ob er eine Weltreise vor sich hat oder nicht): Minimize your life! :-)

Donnerstag, 18. Juli 2013

Das liebe Geld - oder: Was kostet die Welt?

So ziemlich die allererste Frage, die wir uns gestellt haben (und auch oft die erste Frage, die wir von anderen hören), ist: Was kostet das denn, so eine Weltreise?

Zunächst einmal kann man hierauf nur antworten, dass es keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt. Es gibt nämlich viel zu viele Faktoren, die beeinflussen, wie viel Geld man pro Tag braucht:
  • Reist man allein oder zu zweit oder sogar in der Gruppe? Ein Doppelzimmer kostet normalerweise nicht das doppelte von einem Einzelzimmer, und bestimmte Kosten wie zum Beispiel Mietwagen oder Benzin fallen bei mehreren Personen nur einmal an. 
  • Welche Länder will man bereisen? In Australien oder den USA benötigt man pro Tag ein Vielfaches von dem, was man in Südostasien normalerweise ausgibt.
  • Wie kommt man von A nach B? Hier gilt der Grundsatz: je langsamer man reist, desto günstiger reist man auch. Natürlich kann man mithilfe des Flugzeugs auch in kurzer Zeit einmal um die Welt fliegen. Die Reisekosten pro Tag sind dabei aber um ein vielfaches höher als bei einer längeren Reise, bei der man sich bevorzugt mit Bus und Bahn durchs Land bewegt.
  • Welchen Reisestandard wünscht man sich? Übernachtungen im Zelt oder im Schlafsaal eines Hostels sind wesentlich günstiger als Hotelzimmer. Selber kochen ist in vielen Ländern (zweifellos nicht in allen!) günstiger als Essengehen. 
  • Was will man unterwegs erleben? Bungeejumping mag in Asien wesentlich günstiger sein als in Europa, trotzdem treibt es die Reisekosten in die Höhe, wenn man es öfter macht. :-) Legt man dagegen hauptsächlich Wert darauf, in den Alltag der Menschen vor Ort einzutauchen und passt sich an deren Lebensstandard an, bleiben die Kosten gerade in günstigen Reiseländern niedrig. 
"Tja", denkt ihr euch jetzt wahrscheinlich, "und was fangen wir jetzt mit diesen Informationen an?"  Genau das habe ich mich damals auch gefragt, nachdem ich viele Stunden damit verbracht hatte, die Kosten einer Weltreise zu recherchieren und doch nur allgemeine Hinweise wie die obigen gefunden hatte.

Nun, im Prinzip gibt es zwei mögliche Lösungsansätze. Der eine: man legt seine Reiseroute möglichst genau fest und versucht, so genau wie möglich herauszufinden, mit welchen Kosten pro Land man rechnen muss. Die Backpackerbibel Lonely Planet gibt auf ihrer Homepage und in ihren Reiseführern oft einen ungefähren Betrag an, den man einplanen sollte. Dazu addiert man die voraussichtlichen Kosten für die auf der Route anfallenden Fahrt- und Flugkosten, und man erhält einen Betrag X, der meiner Meinung nach so etwas wie die Mindestkosten darstellt, die man für seine Reise ansetzen sollte. Sprich: diesen Betrag sollte man mindestens angespart haben, bevor man sich auf den Weg macht, jeder Euro mehr kann unterwegs in zusätzliche Ausflüge, Souvenirs und für unvorhergesehene Ereignisse investiert werden.

Ich habe aber oben bereits erwähnt, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt, die Kostenfrage anzugehen. Sie verlangt in gewisser Hinsicht mehr Flexibilität, bietet aber vielleicht auch mehr Möglichkeiten:
Man rechnet aus, welchen Betrag man monatlich zurücklegen kann und legt darauf aufbauend einen Zeitraum fest, in dem man eine bestimmte Summe X angespart haben möchte. Sobald diese Summe erreicht ist, macht man sich auf den Weg und reist so lange und so weit, wie das Geld eben reicht :-)

Die erste Methode ist sicherlich besser geeignet, wenn man einer ganz bestimmten Reiseroute folgen will. Ein Beispiel: Wenn ich die Panamericana in ihrer gesamten Länge bereisen will, dann ist es natürlich alles andere als optimal, wenn mir schon in den USA das Geld ausgeht :-) Auch wenn man ein Round the World-Ticket nutzen möchte, sollte man eher der ersten Methode vertrauen, schließlich muss man auch im letzten Land noch genügend finanzielle Reserven haben.

Die zweite Methode ist eher dann die Methode der Wahl, wenn man nur eine ungefähre Route im Blick hat und sich unterwegs treiben lassen möchte - so wie wir :-). Dann hat man nämlich auch die Möglichkeit, ein teureres durch ein günstigeres Land zu "ersetzen", oder eben dann nach Hause zu fahren, wenn das Geld zu Ende geht. Man muss sich aber natürlich auch darauf einlassen (können), mit dieser Ungewissheit zu leben.

Jetzt wollt ihr wahrscheinlich wissen, welchen Weg wir gewählt haben? Es ist wohl eine Mischung aus beiden Vorgehensweisen: wir haben natürlich eine Route im Blick, die wir gerne bereisen wollen, und wir haben auch ausgerechnet, wieviel Geld wir hierfür wahrscheinlich brauchen werden. Dieser Wert deckt sich in etwa mit der Summe, die wir uns (getreu der zweiten Methode) als Sparziel gesetzt haben. Wir haben uns aber auch bewusst gegen ein Round the World-Ticket entschieden und haben dadurch auch die Freiheit, unterwegs spontan unsere Route zu ändern, wenn wir das möchten (oder müssen).

Um nun aber - ganz am Ende dieses Posts - doch noch ein wenig konkreter zu werden: für unsere Route, die ich in einem früheren Post schon kurz angerissen habe, haben wir ein Budget von etwa 30.000 Euro :-) Wie weit wir damit letzten Endes tatsächlich kommen, könnt ihr in den kommenden Monaten hier hautnah mitverfolgen!

Montag, 8. Juli 2013

Der Tag der Wahrheit - für unser Zelt :-)

Am Samstag war es endlich so weit: wir sind nach Bingen gefahren, um unser Zelt zu testen! Davon möchte ich euch heute gerne erzählen.Der Start in unser Campingwochenende hätte allerdings besser sein können: Ungünstigerweise waren wir am Vorabend noch bis tief in die Nacht mit Freunden am Main gewesen, so dass wir zu allererst einmal deutlich später aufgestanden sind als geplant. :-) Gegen 09:30 Uhr haben wir uns dann aber doch auf den Weg machen können.

Mit der Bahn ging es zum Flughafen, und von dort aus mit einem gemieteten Auto weiter nach Bingen (wir haben nämlich gar kein eigenes Auto :-) ). Die Fahrt dorthin dauert nicht lang, und gegen 11 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Auf den ersten Blick war dieser brechend voll, aber Campingplatzbesitzer "Günter" fand doch noch ein hübsches Plätzchen für unser kleines Zweimannzelt - und zwar mit direktem Blick auf den Rhein!

Wir begannen also sogleich mit dem Aufbau unserer provisorischen Behausung. Und schon die erste wichtige Lernerfahrung: wir brauchen andere (genauer gesagt: bessere) Heringe! Der Aufbau des Zeltes an sich war nämlich überhaupt kein Problem, doch der Versuch, die Heringe einzuschlagen endete in etwa fünf krummen Heringen und einem allenfalls oberflächlich befestigten Zelt. :-) Nur mit viel Mühe konnten wir das Zelt fixieren.

Davon abgesehen erwies sich unser Zelt aber als ausgesprochen praktisch. Es ist gerade groß genug für uns zwei und unser (minimalistisches) Weltreisegepäck, und ich freue mich schon jetzt auf die Möglichkeit, nur das Innenzelt aufzustellen und beim Einschlafen in den Sternenhimmel zu schauen! :-)


 Und auch sonst war unser Ausflug nach Bingen ein voller Erfolg: nach dem Aufbau unseres Zeltes setzten wir mit der Fähre über den Rhein nach Rüdesheim, von wo aus wir mit einer gemütlichen alten Gondelbahn zum Niederwalddenkmal hinauffuhren. Nach einer kleinen Wanderung ging es auf der anderen Seite in einem alten und sehr steilen Sessellift wieder bergab, und schließlich mit dem Schiff zurück nach Bingen.

Nach einem sehr improvisierten Barbeque auf dem Campingplatz (mit Einweggrill, aber ohne Teller :-) ), haben wir abends am Bingener Rheinufer auf den Sonnenuntergang gewartet und uns bei "Rhein in Flammen" vom Feuerwerk verzaubern lassen. Der Samstag war also ein rundum gelungener Tag!

Nur die Nacht war nicht ganz so gelungen, denn als wir gegen ein Uhr morgens zum Campingplatz zurückkehrten, war dort die Party noch in vollem Gange (inkl. Liveband!). Dementsprechend dürftig fiel der Schlaf während unserer ersten Nacht im neuen Zelt aus - obwohl wir es dank aufblasbarer Reisekissen und neuer Schlafsäcke an und für sich relativ bequem hatten... Dementsprechend sind wir am Sonntagmorgen auch direkt zurück nach Frankfurt gefahren, und haben keine weiteren Sightseeingtouren unternommen :-)

Dennoch würde ich unseren ersten Campingausflug mit der neuen Ausrüstung als vollen Erfolg bezeichnen!

Dienstag, 2. Juli 2013

Kleidung II - Fotos! :-)

Zusätzlich zu meinem soeben verfassten Post zum Thema "Allerlei Nützliches und Praktisches" hier noch ein kurzer Nachtrag zu meinem Bericht über die Kleidungsstücke, die wir mitnehmen werden.

Ich habe nämlich heute beim Mittagessen zwei Kolleginnen versprochen, Fotos von unserer Kleidung zu posten, und das will ich natürlich hiermit gleich in die Tat umsetzen!

 Auf diesem Bild seht ihr (von oben links nach unten rechts):

hellblaue Fleecejacke, hellblau-weiß gemustertes Shirt mit halblangen Ärmeln, hellblaues Longsleeve, zitronengelber Fleecepullover
beiges Top, Wanderschuhe, violettes Outdoorshirt, Flip Flops, zitronengelbes T-Shirt
schwarze "Gammelhose", graue Zip-Off-Hose, Hosenrock und schwarze Leggings


So auf dem Boden ausgebreitet nimmt die Wäsche natürlich ziemlich viel Platz weg - zum Vergleich hier noch ein Foto davon, wie klein sich die Wäsche zusammenpacken lässt!

Gewöhnt euch also schon mal an diese Kleidungs-stücke, sie werden euch auf den Fotos unserer Reise bestimmt noch öfter begegnen! :-)

Allerlei Nützliches und Praktisches

Hallo alle miteinander!

Heute möchte ich euch erzählen, was wir neben der Kleidung und dem Zelt sonst noch alles mit auf unsere Weltreise nehmen wollen. Allzu viel Platz haben wir ja nicht, deswegen muss alles gut überlegt sein!

Momentan stehen die folgenden Dinge auf unserer Packliste:

Schlafen
  • Schlafsack mit kleinem Packmaß - hatten wir bereits vor längerer Zeit gekauft
  • ultraleichte Isomatte: für Isomatten kann man, wie wir gelernt haben, ein Vermögen ausgeben - wir werden allerdings ohnehin eher selten im Zelt schlafen, also haben wir uns für eine günstige Variante von Vaude entschieden. Hauptsache leicht, und unsere Matten wiegen nur wenig mehr als 100 Gramm!
  • aufblasbares Travelkissen: unsere sind von Cocoon und waren, zumindest beim ersten Probeliegen, absolut zufriedenstellend!
Campingküche
  • Gaskocher (minimalistische Ausführung, für Stechkartuschen)
  • kleiner Topf: unserer fasst knapp einen Liter, was nicht besonders viel ist, aber auf jeden Fall genug für einen Kaffee am Morgen :-)
  • Spork (Kombination aus Löffel und Gabel, gibt's übrigens auch für Linkshänder wie mich! :-) )
  • Teller und Tasse
  • Gewürzstreuer mit drei verschließbaren Fächern
  • Wasserentkeimungstabletten
Mobiles Badezimmer
  • Großes und kleines Travel Towel
  • Die wichtigsten Kosmetikartikel (da hat bestimmt jeder selbst so seine Vorstellungen, was unverzichtbar ist :-) )
  • Reiseapotheke
Technisches
  • Smartphone (auch, um euch über meinen Blog auf dem Laufenden zu halten :-) )
  • Digitalkamera mit zweitem Akku und Mini-Stativ
  • Ladekabel und Weltreise-Steckeradapter
"Nützliches"
  • Taschenmesser: unseres war ein Werbegeschenk, es bietet jedoch alle Funktionen die wir brauchen, nämlich Messer, Flaschenöffner, Korkenzieher, Mini-Pinzette und Schere
  • Stirn-/Taschenlampe (wir reisen ja zu zweit und haben je eine Stirn- und eine Taschenlampe dabei)
  • Nähzeug, Sicherheitsnadeln und Schnur (danke für den Tipp, Thomas!)
  • Drahtseil und Vorhängeschloss, um (nicht nur) den Rucksack anschließen zu können
  • kleines Fernglas 
  • Zip-Loc-Beutel und Vakuumbeutel (so etwas ähnliches wie XXL-Zip-Loc-Beutel, in denen man die Wäsche luft- und vor allem wasserdicht verpacken kann)
 Sonstiges
  • Je ein Taschenbuch und einen Reiseführer (wird im Laufe der Reise immer wieder ausgetauscht)
  • Tagebuch (danke Mama, danke Papa, das war ein schönes Geschenk :-) )
  • Dokumente und Kopien der wichtigsten Dokumente
Klingt ganz schön viel, oder? Wenn man alles neben einander legt, sieht es allerdings gar nicht mehr nach soo viel aus. :-) Dennoch die Frage an euch: haben wir etwas Wichtiges vergessen? Was sollten wir eurer Meinung nach sonst noch auf unsere Reise mitnehmen? Wir freuen uns über jeden Hinweis!