Montag, 4. November 2013

Lusaka - Chipata: Abenteuer Busfahrt!

Nach unserem unfreiwilligen Zwischenstopp in Lusaka wollten wir uns am Samstag an die nächste Etappe unserer Reise nach Lilongwe machen. Tickets für den Bus hatten wir bereits, offizielle Abfahrtszeit: 05:30 Uhr morgens.

Der Tag begann ungefähr so vielversprechend, wie der Vortag aufgehört hatte, denn allen Beteuerungen des Hostelmitarbeiters zum Trotz war es morgens um Viertel vor fünf weder hell noch war irgendwo ein Taxi in Sicht, und so blieb uns nichts anderes übrig, als durch das stockdunkle Lusaka zum Busbahnhof zu laufen - was wir aber unbeschadet überstanden haben :-)

Bei unserem Bus sollte es sich um einen Luxus-Expressbus handeln, das Unternehmen war uns sowohl im Lonely Planet als auch vom Hostel als das beste empfohlen worden. Mit den Tickets bekamen wir auch gleich einen Flyer ausgehändigt, auf dem die Vorzüge des Unternehmens angepriesen wurden. Hier ein paar Kostproben:

- Our bus crew is sober.
- You can book in advance for a plausible departure time.
- Our services are relatively good.

Vielversprechend, nicht wahr? :-) Zugegebenermaßen hat uns der Bus tatsächlich heil nach Chipata gebracht. Die Fahrt war allerdings ein echtes Erlebnis! Schon beim Einsteigen wurde uns klar, warum im Flyer von "wahrscheinlichen" Abfahrtszeiten die Rede war, denn viele der zambischen Reisenden hatten ihren gesamten Haushalt als Gepäck dabei: von Säcken voller Orangen über riesige Kartons und sogar einen antiquiert aussehenden Waschzuber war einfach alles dabei. Die Verladung dauerte ungefähr eine Stunde und wurde nur dadurch beendet, dass der Busfahrer schließlich einfach losfuhr, so dass die letzten Kisten geradezu in den fahrenden Bus geworfen werden mussten :-)

Nächstes Highlight: die ersten dreißig Minuten der Busfahrt wurden mit einer engagierten Predigt des hauseigenen Vorbeters gefüllt, welche gleich auch noch über die während der Fahrt geltenden Regeln informierte (bitte kein Plastik aus dem Fenster werfen :-) ).

Nach etwa drei Stunden dann ein Zwischenstopp in einem Ort namens Luangwa Bridge, wo am Straßenrand unfassbar viele getrocknete Fische zum Kauf angeboten wurden. Nach unseren Erfahrungen mit dem zambischen Essen haben wir auf diesen zweifelhaften Genuss aber dann doch lieber verzichtet. :-)

Nach neun langen Stunden haben wir schließlich Chipata erreicht, an der Grenze zwischen Zambia und Malawi. Mittlerweile war ich, nach drei Tagen ohne richtiges Essen, dafür aber mit Magenbeschwerden, auch ziemlich am Ende meiner Kräfte. Deswegen haben wir von Chipata auch nicht mehr gesehen als ein Fastfood-Restaurant und unser Zimmer, wo wir schon um halb acht ins Bett gegangen sind :-)

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