Hallo alle miteinander,
Wie der Zufall es so wollte, sind wir gerade rechtzeitig in Singapur angekommen, um ein Fest zu feiern, an dem ich immer schon einmal teilnehmen wollte: das chinesische Neujahrsfest.
Wie ihr bestimmt wisst, beginnt das Jahr in China traditionell nicht am 1. Januar, sondern irgendwann Ende Januar, Anfang Februar - das genaue Datum bestimmt der Mond. In diesem Jahr sollte der 31.Januar der erste Tag des neuen Jahres werden, welches im Zeichen des Pferdes steht.
Ein weiterer glücklicher Zufall wollte es so, dass mein früherer Kollege Thorsten gerade ebenfalls in Singapur ist, und so hatten wir uns für den "Silvesterabend" mit Thorsten und den beiden asiatischen Kolleginnen Ade und Jansen verabredet.
Um 18 Uhr trafen wir uns in der Lobby des Fairmont-Hotels. Erster Programmpunkt: ein gemeinsames Abendessen. Das war jedoch schon einmal gar nicht so einfach, denn viele Restaurants hatten wegen der Feiertage geschlossen, während die anderen zum Ausgleich ihre Preise verdoppelt hatten! :-(
Schließlich landeten wir bei einem Thailänder am Clarke Quay. Das Essen überzeugte uns nicht wirklich, aber wir verstanden uns alle auf Anhieb super, weshalb die Zeit wie im Flug verging!
So war es plötzlich auch schon halb zehn, und wir machten uns rasch auf den Weg nach Chinatown, um den Feierlichkeiten zuzusehen. Der erste Eindruck, als wir aus der U-Bahn kamen: es ging zu wie dahoam aufm Voiksfest! ;-) Eine unfassbare Menschenmenge quetschte sich durch die engen Gassen, zwischen Ständen voller roter Glücksbringer aller Art und Essensständen hindurch. Immer wieder ging es für ein paar Momente weder vor noch zurück - nichts für Menschen mit Platzangst! ;-)
Zum Glück fanden wir schließlich aber doch noch ein nettes Plätzchen, wo wir auf das Ende des Tages warteten. Schließlich war es soweit: wenige Sekunden vor Mitternacht begannen die Massen laut herunterzuzählen und ein Feuerwerk leitete das neue Jahr ein - ganz genau so, wie wir es vom Silvesterabend auch kennen! :-) Alle umarmten sich und wünschten sich ein frohes Neues, bevor dann - geradezu von einer Sekunde zur anderen - alle auf einmal in Richtung U-Bahn strömten, als gäbe es nur noch einen einzigen Zug, um nach Hause zu kommen. Wir hatten darauf keine Lust (das Gedränge der letzten Stunden hatte seine Spuren hinterlassen), also spazierten wir gemütlich eine Stunde lang durch das dunkle Singapur, bis wir uns schließlich voneinander verabschiedeten und uns doch noch auf den Heimweg machten - in einer völlig leeren U-Bahn. :-)
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