Dienstag, 25. Februar 2014

Khao Sok Nationalpark

Hallo liebe Leser,

Vorgestern haben wir uns auf den Weg von Krabi zum Khao Sok Nationalpark im Landesinneren gemacht. Eigentlich nur 90 Kilometer Wegstrecke, trotzdem waren mehr als vier Stunden für die Fahrt angesetzt. Warum fanden wir schnell heraus: alle halbe Stunde machten wir eine längere Pause, mal um den Bus zu wechseln, mal damit unser Fahrer in Ruhe frühstücken konnte. Aber zumindest fuhr dieser Fahrer im Gegensatz zu unseren Erwartungen erstaunlich umsichtig :-)

Am späten Nachmittag erreichten wir endlich Khao Sok. Das Touridorf hier, das wirklich ausschließlich aus Hotels, Bars und Restaurants besteht, ist überraschend verschlafen, tagsüber, wenn alle mit irgendwelchen Ausflügen beschäftigt sind, ist es geradezu ausgestorben.

Damit sind wir auch schon beim Stichwort: den Khao Sok Nationalpark kann man zwar auch auf eigene Faust erkunden, doch alle Highlights liegen tiefer im Park, weswegen wir uns einer Tour angeschlossen haben.

Gestern morgen um acht Uhr ging es los - in einer Art Tuktuk wurden wir zum Ufer des Cheow  Larn Sees gebracht. Dieser See entstand zwar erst beim Bau eines Staudamms in den Siebzigern, zieht aber jedes Jahr zahllose Touristen an. Und wirklich, die Fahrt im Longtailboot über den See hatte schon etwas, die steil aufragenden Felsen erinnerten mich stark an die Halongbucht in Vietnam. Allerdings war ich ein bisschen enttäuscht, dass unser Guide kaum ein Wort Englisch sprach, nennenswerte Erklärungen zu dem, was wir sahen, gab es nicht.

Nach einem Mittagessen in einem der schwimmenden Restaurants stand am Nachmittag eine Dschungelwanderung an, bei der wir eine Höhle durchqueren würden. Besonders viel erwartete ich mir davon allerdings nicht, Höhlen  sehen ja irgendwie überall auf der Welt mehr oder weniger gleich aus. Was wir aber vorher nicht wussten: die Wanderung durch die Höhle dauert etwa eine Stunde, außer den mitgebrachten Taschenlampen gibt es keinerlei Licht, und nachdem ein Fluss quer durch die Höhle fließt, watet man mitunter bis zum Hals durch eiskaltes Wasser!
Wenn es euch bei dieser Vorstellung kalt den Rücken hinunterläuft: so ging es auch mir, als wir vor dem Eingang zur Höhle standen :-)

Schon nach wenigen Metern war es um uns herum stockduster. Das Licht unserer Lampen reichte gerade aus, um den Weg durch die Höhle zu finden, und natürlich all die gruseligen Höhlenbewohner anzuleuchten, die uns unser Guide zeigte: handtellergroße Spinnen, kleine Fische und Millionen von Fledermäusen, die dicht an dicht von der Decke hingen. Zunächst war die Höhle sehr weit und das Wasser nur etwa knietief. Doch je weiter wir in den Berg vordrangen, desto unheimlicher wurde es: die Felsen rückten immer näher, das Wasser wurde immer tiefer, bis wir schließlich wirklich bis zum Hals im eisigen Wasser versanken! Da war es schon eine Erleichterung, als wir endlich Licht am Ende des Tunnels erblickten! Der Höhle entflohen, waren wir dann aber dich recht stolz auf das Abenteuer, das wir gerade erlebt hatten :-)

Nach einem erneuten Stopp am Restaurant, wo wir mit Früchten versorgt wurden, ging es auf demselben Weg zurück, auf dem wir gekommen waren: mit dem Boot über den See und dann mit dem Bus nach Hause. Entsprechend müde waren wir, als wir gegen halb sieben unseren Bungalow erreichten! Zum Abendessen begnügten wir uns daher mit ein paar Instantnudeln aus dem Becher und einem schön kalten, thailändischen Bierchen :-)

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