Sonntag, 26. Januar 2014
Australiens sanfte Seite
Guten Morgen allerseits,
einen letzten Ausflug haben wir in dieser Woche hier in Australien noch gemacht, bevor wir uns am Montag auf den Weg zu unserem naechsten Ziel machen.
Am Freitag haben wir uns, allen Blutegelaengsten zum Trotz, noch einmal auf den Weg zum Regenwald gemacht. Dieses Mal liefen wir auch keinerlei Gefahr, einem Blutegel zu begegnen, wir sind naemlich mit der laengsten Seilbahn der Welt sanft ueber die Baumkronen hinweggeschwebt :-) Los ging es dieses Mal auch ernst um zehn Uhr, wir durften also endlich einmal etwas laenger schlafen. Dann wurden wir von einem ausgesprochen knuddeligen aelteren Herrn mit dem Bus abgeholt und zur Talstation der Seilbahn gebracht. Auf der Fahrt dorthin erklaerte er uns in sanftem australischem Singsang, dass uns ein entspannter Tag erwarte, "very easy, very enjoyable".
So war es dann auch - Seilbahnfahren ist ja nun auch wirklich kein Risikosport :-) 7,5km ist die Strecke lang, unterbrochen von zwei Stationen, an denen man auf sogenannten Boardwalks blutegelsicher durch den Urwald spazieren und die Aussicht geniessen kann. Schliesslich erreichten wir unser Ziel, das kleine Oertchen Kuranda, das - leider! - ausschliesslich aus Souvenirmaerkten zu bestehen scheint. Ein Highlight wartete aber doch auf uns: ein Koelner betreibt in Kuranda die "German Tucker"-Wurstbude, wo man typisch deutsche Wurstwaren geniessen kann. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen - so gut hat mir eine Thueringer Bratwurst selten geschmeckt :-)
So gestaerkt, schlenderten wir weiter durch die Souvenirmaerkte, bis wir schliesslich das Butterfly Sanctuary erreichten, Zuhause von mehr als 1500 Schmetterlingen. Im Vergleich zu den endlosen Reihen von Souvenirshops erschien uns das ausgesprochen interessant, und so bezahlten wir rasch den Eintritt. Durch einen kleinen Tunnel betraten wir das Schmetterlinghaus, und waren sogleich umgeben von zahllosen leuchtend blauen oder gruenen Fliegern, die sich sogar gelegentlich auf uns niederliessen! Als das erste mal einer auf meinem Kopf landete, standen mir geradezu die Haare zu Berge, so sehr kitzelte es! Wirklich eine niedliche Erfahrung :-)
Zurueck ging es dann von Kuranda aus mit dem Zug. Aber natuerlich nicht mit irgendeinem, sondern mit einer 130 Jahre alten Eisenbahn! In originalgetreuen Waggons mit Fliesendecke und lederbespannten Holzbaenken tuckerten wir durch den Urwald zurueck nach Cairns, ueber mehr als 30 Bruecken und durch 15 Tunnel, die fleissige Arbeiter noch von Hand in das Gestein geschlagen hatten.
So war unser letzter Ausflug in Australien vielleicht nicht ganz so aufregend, aber doch, tatsaechlich: very enjoyable! :-)
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