Guten Morgen allerseits,
und zuallererst einmal ein frohes neues Jahr 2014! Ich hoffe ihr seid alle gut hineingerutscht? ;-)
Für uns ging das letzte Jahr mit der gar nicht so einfach zu beantwortenden Frage zu Ende, wo wir denn ins neue Jahr starten sollten. Sydney wäre sicherrlich eine tolle Option gewesen, aber nachdem wir schon Weihnachten dort verbracht hatten war es einfach an der Zeit, weiter in Richtung Norden zu fahren. Im Prinzip gab es daher drei Möglichkeiten: Brisbane (die einzige international bekannte Stadt im näheren Umkreis), Surfers Paradise (wo die Einwohner Brisbanes angeblich zum Party machen hinfahren) oder Byron Bay. An und für sich wären sowohl Brisbane als auch Byron Bay unsere Favoriten gewesen, wäre da nicht die leicht übertriebene Alkoholpolitik Australiens, die die Innenstädte beider Orte zu familienfreundlichen und komplett alkoholfreien Zonen erklärt hat. Silvester ohne ein Gläschen Sekt um Mitternacht? Das konnten wir uns nun wirklich nicht vorstellen... So fiel unsere Wahl auf Surfers Paradise, auch wenn uns die Stadt an sich so gar nicht gefallen hat: ein seelenloses Hochhaushotel neben dem anderen und kein bisschen Flair... aber der nahezu endlose Sandstrand war super schön, umd so dachten wir uns, dass wir einfach ganz entspannt am Strand ins neue Jahr starten könnten ;-)
Zu dumm nur, dass wir unsere Pläne ohne das Wetter gemacht hatten... nach drei Stunden am Strand bei windig trübem Wetter war uns nämlich so kalt, dass wir wirklich keine Lust mehr auf Baden hatten! Ein Spaziergang durchs Zentrum von Surfers Paradise brachte auch keine erfreulichen Entdeckungen, nur die üblicheen Fastfoodfilialen reihen sich dort aneinander. Wollten wir wirklich hier Silvester verbringen?
Und so kam es, dass wir gegen sechs Uhr abends doch noch spontan die Entscheidung trafen, nach Byron Bay zurück zu fahren und lieber auf den Sekt als auf die passende Umgebung zu verzichten :-) Nach knapp anderthalb Stunden Fahrt (für australische Verhältnisse ein Katzensprung) waren wir also zurück in Byron Bay, wo wir zunächst vor der Herausforderung standen, einen Parkplatz zu finden, denn über die ganze Innenstadt war ein Parklimit von zwei Stunden verhängt worden (wofür auch immer das gut sein sollte). Durch Zufall stießen wir jedoch auf eine Wiese am Stadtrand, wo.schon zahllose Autos geparkt waren - und eine riesen Party stattfand! Wir stellten unser Auto dazu und freundeten uns auch gleich mit unseren Nachbarn an, ein paar Jungs aus Ungarn/Australien/Brasilien, die gemeinsam ins neue Jahr starten wollten. Der Spaß währte aber nicht allzu lange, denn nach kurzem kam ein Ranger vorbei und erklärte uns, dass wir hier nicht parken dürften und Gefahr liefen, eine 300$-Strafe auferlegt zu bekommen! 300$ für Falschparken?!? Das gibts auch nur in Australien... Netterweise erklärte er uns aber auch den Weg zu einem offiziellen Parkplatz, so dass wir und unsere neuen Freunde einfach umparken konnten. Von diesem Parkplatz aus fuhr sogar ein Shuttlebus in die Innenstadt - aber was für einer! Ein über und über mit Hippiemotiven bemalter Doppeldecker fuhr uns mit lauter Partymusik ins Zentrum, wo bereits tausende Menschen das Ende des alten Jahres feierten! Alkoholverbot hin oder her, überall wurde getrunken, wenn die Polizei gerade nicht hinsah :-) Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass gerade wegen des Alkoholverbots an jeder Straßenecke ungeöffnete Bierflaschen standen (vermutlich wegen nahender Polizei schnell abgestellt), so dass wir sogar kostenlos ein Bierchen zum Anstoßen bekamen! :-) Und so sind wir letzten Endes.doch noch super fröhlich ins neue Jahr gestartet!
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